Fragen zur Startup-Finanzierung? Wir haben Antworten
Gründen ist kompliziert genug. Bei lumarethos machen wir die Finanzseite verständlich. Hier findest du konkrete Antworten auf echte Fragen, die uns Gründer immer wieder stellen – ohne Fachchinesisch, dafür mit praktischen Beispielen aus unserem Alltag.
Wer beantwortet deine Fragen?
Unsere Berater haben selbst gegründet, Finanzierungsrunden durchlaufen und kennen die Stolpersteine aus eigener Erfahrung. Sie wissen, wie sich ein Pitch anfühlt und was Investoren wirklich hören wollen.
Beide haben zusammen über 40 Startups durch die ersten kritischen Jahre begleitet. Und nein – nicht alle waren Erfolgsgeschichten. Aber genau daraus haben wir gelernt, was funktioniert und was nicht.
Henrik Lundström
Finanzierungsstrategie
Hat drei eigene Startups aufgebaut und weiß, wie man auch mit knappem Budget wächst. Seine Spezialität: kreative Finanzierungswege jenseits klassischer Investoren.
Tomáš Dvořák
Cashflow & Buchhaltung
Ehemaliger CFO mehrerer Tech-Startups. Kann komplexe Finanzmodelle in zehn Minuten erklären und hat schon mehr Pitch Decks optimiert, als er zählen kann.
Häufig gestellte Fragen
Erste Schritte & Grundlagen
Wie viel Startkapital brauche ich realistisch?
Das hängt stark von deinem Geschäftsmodell ab. Ein Software-Startup kann oft mit 15.000–30.000 Euro starten, während Hardware-Projekte schnell 100.000 Euro und mehr benötigen. Wichtiger als die Summe: ein detaillierter Finanzplan für die ersten 18 Monate. Den erstellen wir gemeinsam mit dir.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für externe Finanzierung?
Wenn du einen funktionierenden Prototyp hast und erste Kundeninteraktionen nachweisen kannst. Investoren wollen sehen, dass deine Idee mehr ist als nur eine PowerPoint-Präsentation. Bei uns lernst du, wie du diese Meilensteine erreichst – ohne dich zu verzetteln.
Was ist der Unterschied zwischen Angel-Investoren und VCs?
Angels investieren meist ihr eigenes Geld in frühen Phasen – oft 25.000 bis 200.000 Euro. VCs verwalten Fonds und investieren größere Summen ab etwa 500.000 Euro aufwärts. Angels sind flexibler, VCs bringen mehr Struktur und Netzwerk mit. Beides hat Vor- und Nachteile, die wir dir konkret erklären.
Finanzplanung & Strategie
Wie erstelle ich einen realistischen Finanzplan?
Fang mit deinen fixen Kosten an – Miete, Gehälter, Software-Lizenzen. Dann schätze konservativ deine Einnahmen. Die meisten Gründer sind hier viel zu optimistisch. Rechne lieber mit der Hälfte deiner erwarteten Sales und verdopple die Zeit bis zum ersten Vertragsabschluss. So kommst du der Realität näher.
Was bedeutet Runway und warum ist er wichtig?
Runway ist die Zeit, die du mit deinem aktuellen Kapital überleben kannst. Bei 50.000 Euro auf dem Konto und 10.000 Euro monatlichen Kosten hast du fünf Monate Runway. Kritisch wird es unter sechs Monaten – dann solltest du bereits aktiv neue Finanzierung suchen.
Wie gehe ich mit saisonalen Schwankungen um?
Bau eine Liquiditätsreserve für schwache Monate auf. Wenn dein Business im Sommer einbricht, brauchst du im Frühjahr genug Puffer. Wir zeigen dir, wie du solche Muster frühzeitig erkennst und deine Cashflow-Planung entsprechend anpasst.
Investoren & Pitch
Was wollen Investoren wirklich in einem Pitch sehen?
Einen klaren Problemnachweis, eine überzeugende Lösung und vor allem: Traction. Zeig echte Zahlen – Downloads, Kundeninterviews, Wartelisten, erste Umsätze. Und hab eine ehrliche Antwort auf die Frage: Warum gerade jetzt und warum gerade ihr?
Wie viel Equity sollte ich in der ersten Runde abgeben?
In der Seed-Phase typischerweise 10–20 Prozent. Gib nicht mehr als 25 Prozent ab, sonst wird es in späteren Runden eng. Denk dran: Du brauchst Kapital für mehrere Finanzierungsrunden, und jede verwässert deine Anteile weiter.
Was ist eine realistische Bewertung für mein Startup?
In der Pre-Seed-Phase liegen Bewertungen meist zwischen 500.000 und 2 Millionen Euro. Bei Seed mit ersten Umsätzen eher 2–5 Millionen. Aber Zahlen allein sagen wenig – es kommt auf deine Branche, dein Team und deine Traction an. Wir helfen dir, eine Bewertung zu finden, die für beide Seiten funktioniert.
Alltag & Organisation
Welche Tools brauche ich für die Finanzverwaltung?
Am Anfang reicht eine solide Buchhaltungssoftware wie Lexoffice oder sevDesk. Für Finanzplanung nutzen viele Google Sheets – flexibel und kostenlos. Wichtiger als fancy Tools: klare Prozesse und regelmäßige Updates. Einmal pro Woche eine Stunde für deine Zahlen reicht oft schon.
Wann brauche ich einen Steuerberater?
Spätestens wenn du Mitarbeiter einstellst oder komplexere Transaktionen hast. Aber auch vorher kann ein guter Steuerberater dir viel Geld sparen – etwa bei der Wahl der richtigen Rechtsform. Such dir jemanden, der Startup-Erfahrung hat, nicht nur klassische Mandanten betreut.
Wie behalte ich den Überblick über mehrere Finanzierungsquellen?
Mit einem simplen Dashboard, das alle Konten, Kredite und Zusagen zentral zeigt. Muss nicht kompliziert sein – eine gepflegte Excel-Tabelle tut es auch. Wichtig ist, dass du jederzeit weißt, wo du stehst und wann welche Zahlungen fällig sind.
Bereit für den nächsten Schritt?
Die meisten Fragen lassen sich nicht mit zwei Sätzen beantworten. Jedes Startup ist anders, jede Situation hat ihre eigenen Herausforderungen. Deshalb bieten wir ab Herbst 2026 intensive Workshops an, in denen wir genau auf deine spezifische Situation eingehen.
- Individuelle Analyse deiner aktuellen Finanzlage
- Entwicklung einer maßgeschneiderten Finanzierungsstrategie
- Praktische Übungen mit echten Pitch-Situationen
- Direktes Feedback von erfahrenen Gründern und Investoren
- Zugang zu unserem Netzwerk aus Business Angels und VCs
Kein theoretisches Gerede, sondern konkrete Werkzeuge und Strategien, die du direkt umsetzen kannst. Die Workshops starten im Oktober 2026 – Anmeldungen nehmen wir ab Frühsommer entgegen.
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